| Spam-Mails
Spam E-Mails ist das massenhafte Zusenden
von unerwünschten E-Mails an eine Adresse. Man bezeichnet
auch massenhafte Werbe-E-Mails als Spam Mail. Die Absender
versuchen oft einen ungeschützten Server zum verteilen
ihrer E-Mails zu benutzen. Ist kein Firewall eingebaut und
ein Server steht offen im Netz stellt dieser Rechnermißbrauch
keine Straftat dar, sofern dem Geschädigten dadurch keine
finanziellen Nachteile entstehen. Firmenserver haben normalerweise
eine Standleitung und werden Nachts, wenn der Rechner nicht
ausgelastet ist, mißbraucht. Diesen Mißbrauch
kann man leicht durch entsprechende Schutzprogramme verhindern.
Erst die Überwindung einer Fireball stellt ein widerrechtliches
Eindringen in ihren PC dar.
Das Verschicken eines Werbeangebotes im Internet
stellt zwar grundsätzlich keine strafbare Handlung dar,
sollten Sie jedoch z. B. unaufgefordert pornographische Angebote
erhalten, so könnte eine Straftat gem. § 184 Abs.
1 Nr. 6 StGB vorliegen . Massen- Werbe E-Mails können
extrem lästig werden, Abhilfe ist nur möglich wenn
Sie auch den Absender ermitteln können.Genau das ist
aber meistens nicht möglich da die Absenderangaben regelmäßig
gefälscht sind.
Unschön ist auch das Zusenden von gefälschten
E-Mails mit angeblichen Viruswarnungen oder getürkten
Versprechen/Gewinnen. Hier handelt es sich meistens um verdeckte
Dialer-Programme oder um Virenzusendungen.
Landgericht Berlin, Beschluß vom
14.Mai 1998 - 16 O 301/98 - wegen "E-Mail-Werbung"
Das Gericht hat die versendung von Spam-Mail
untersagt. Gründe ( Auszug ) : Die unaufgeforderte Zusendung
von E-Mails verstößt gegen § 823 Abs.1 BGB.
In der Rechtsprechung ist es anerkannt, daß die unerbetene
Zusendung von Werbung und Prospekten durch Telefax gegen §
823 Abs.1 BGB verstößt, sofern der Empfänger
nicht damit einverstanden ist oder sein Einverständnis
im Rahmen einer bereits bestehenden Geschäftsverbindung
vermutet werden kann. Aus den gleichen Gründen ist aber
auch die Zusendung von E-Mails ohne vorheriges Einverständnis
oder in den Fällen, in denen nicht bereits eine Geschäftsverbindung
besteht, unzulässig.
Ich will keine Massen E-Mails oder Werbung.
Auch das ist kein Problem. Alle Provider und Free-E-Mail Anbieter
haben sogenannte Filter . Mit diesem Filter können sie
voreinstellen welche E-Mails sie nicht erhalten möchten.
Die Eingabe von Newsletter u.s.w. schützt sie vor unerwünschter
Werbung.
Rechtlich kann man mit einer Unterlassungserklärung
gegen den Absender vorgehen. Näheres dazu können
sie auf der Homepage von Rechtsanwalt Ackermann nachlesen
oder auf der sehr guten Seite zum Thema www.spamflam.de.
Wenn sie sich durch Spam-Mails belästigt fühlen
wenden sie sich doch einfach an den jeweiligen Provider der
Webadresse. Mit etwas Glück nimmt der Provider den unseriösen
Anbieter schnell vom Netz. ( Es kommen aber immer neue nach
).
Wie Sie ein E-Mail Header ( Absenderleiste oberhalb
der E-Mail ) richtig lesen und daraus den Absender rauslesen
können steht hier : http://sites.inka.de/ancalagon/faq/headrfaq.html
Ein vollständiger, daher 100 % Schutz, gegen Spam-Mails
gibt es leider nicht. Hier hilft nur ignorieren und nicht
reagieren. Gute Schutzprogramme lindern die Werbeflut.
Beschwerde beim Verband der deutschen
Internetwirtschaft e.V. :
Haben Sie Spam-Mails von einem deutschen oder
über einen deutschen Provider erhalten können sie
sich hier beschweren, der Online-Beschwerdedienst klappt ganz
gut : http://www.eco.de/servlet/PB/menu/1020201_l1/index.html
Rechtliche Möglichkeit :
Sie haben das Recht, Ihren Povider aufzufordern
die Zusendung der entsprechenden Spam-Mail zu unterlassen.
Dies ist geregelt im § 13a TKV. Meistens stammt jedoch
die Spam-Mail nicht direkt von Ihrem Provider sondern wurde
von dort nur durchgeleitet. Der Provider ist aber verpflichtet
Ihnen Auskunft über den Absender zu geben. Dann können
Sie den Absender-Provider direkt abmahnen. Kennt der Absenderprovider
nicht seinen Kunden, muß er logischerweise alle weiteren
Mails dieses Absenders blockieren. Sie können ruhig Ihre
Beschwerde per E-Mail versenden, dann können Sie auch
leichter die Spam-Mail als Anlage beifügen.
So könnte die Abmahnung dann aussehen:
Beispiel:
Sehr geehrte Damen und Herren,
laut Auskunft meines Providers xyz ist Ihnen die Rufnummer
0190-88... zur weiteren Vergabe zugeteilt worden. Für
diese Rufnummer wird mittels unerlaubter E-Mail-Werbung (Spam-Mail)
geworben.
Nach § 13a TKV sind Sie verpflichtet unverzüglich
Maßnahmen zu ergreifen um weitere Rechtsverstöße
zu unterbinden. Ich erwarte innerhalb der nächsten 72
Stunden Ihre Antwort, mit welchen Maßnahmen Sie gegen
diesen unseriösen Anbieter vorgehen werden.
Des weiteren bitte ich Sie gem. § 13 und 13a Unterlassungsklagengesetz
mir den Namen und die ladungsfähige Anschrift Ihres Kunden
mitzuteilen.
Eine anderwertige Beschaffung dieser Daten ist naturgemäß
nicht möglich, ich beabsichtige entsprechende rechtliche
Schritte gegen den Betreiber dieser Rufnummer einzuleiten.
Mit freundlichen Grüßen
Anlg.: E-Mail mit vollständigen Header vom
11.11.1911
Würde sich jeder Empfänger solch
einer Mühe unterziehen, könnten vielleicht die Spam-Mails
ausgetrocknet werden.
Leider werden in letzter Zeit immer häufiger
Spam-E-Mails versandt mit Anhängen. In diesen Anhängen
ist oftmals ein Dialerprogramm enthalten. Alles über
diese Dialerabzocke finden Sie auf der Seite Dialerabzocke.
Oftmals sind diese Spam-Mails als Warnungen vor Viren oder
mit verlockenden Angeboten zum “ Gratis-Surfen”
gespickt um das Interesse des Empfängers zu wecken.
Die Liste ändert sich täglich,
daher gilt immer :
-Niemals unbekannte E-Mails öffnen oder
gar den Anhang öffnen !
Problem der WEB-BUGS
Unseriöse Anbieter verschicken ihre Spam-Mails
über mehrere Ecken und verstecken darin einen sogenannten
WEB_BUG.
Web-Bugs sind winzige, unsichtbare, 1x1 Pixel große
Mingrafiken. Diese Minigrafik wird in der E-Mail eingebaut
und mit einer Interseiteseitenadresse verlinkt. Öffnen
Sie nun die E-Mail wird automatisch die hinterlegte Web-Adresse
aufgerufen und öffnet sich.
Der Versender erreicht dadurch folgendes:
- Er weiß nun, das die E-Mail Adresse besteht
- Er weiß, dass Sie auch unbekannte E-Mails öffnen
und anschauen
- Er kann Ihnen durch diese Technik ein Web-Dialer unterjubeln
( siehe hierzu unter Dialerabzocke) oder auch POP-Up-Fenster
mit Schmuddelangeboten / Sexseiten öffnen lassen.
Sie können sich dagegen wehren indem
Sie :
- Keine unbekannte E-Mails runterladen !!!
Die allerbeste Lösung !!!
- Kein HTML in Ihrem E-Mail-Programm zulassen
- Firewall so einstellen, dass Ihr E-Mail Proramm nur Zugriffauf
die Ports 25 und 110 erhält. ( Diese Ports sind fürs
verschicken und empfangen der E-Mails ).
SPAM-Schutz
Wiksamer Schutz gegen Spam, insbesondere von ausländischen
Absendern, gibt es wie zuvor beschrieben, praktisch nur durch
Filterprogramme.
Freeware Spam-Filter gibt es unter :
http://www.mail.de.uu.net/spam/spamfilter.html
Tipp für Homepagebetreiber und News-Groups :
Es gibt spezielle Suchroboter die alle Homepageseite
und Newsgroups nach E-Mail Adressen scannen. Schon wenige
Stunden nachdem sie , z.Bsp. im Impressum, ihre E-mail-Adresse
veröffentlicht habe kommen die ersten
Spam-Mails. Ein Trick dagegen :
Hängen Sie einige Buchstaben an ihre Mailadresse an ,
z.B.: Name@t-online.deutsch
Schreiben Sie einen Hinweis, dass der Benutzer
die letzten Buchstaben weglassen muß, der Suchroboter
erkennt das nicht und die Spam-Mail geht als unzustellbar
zurück.
Woher kommt meine Spam-Mail ?
Meistens ist der Absender gefälscht, daher
die normal sichbare Anzeige zeigt irgendeine beliebige Absenderadresse
an. Woher die E-Mail tatsächlich kommt können Sie
aber am E-Mail Header erkennen. Der Header ist der “
Umschlag” der E-Mail und wird normalerweise nicht angezeigt.
Sie können sich aber diesen Header anzeigen lassen und
dann analysieren.
Viele Zeilen mit From: und To: zeigen den Weg der
E-Mail über diverse Server an. Die dort stehende E-Mail
Adresse ist weniger wichtig, wichtig ist die dazu angezeigte
IP-Nummer des Absenders / Servers. Über diese IP-Nummer
können Sie den Provider feststellen und sich ggf. dort
beschweren.
So zeigt Ihr E-Mail Programm den E-Mail_Header
an :
Eudora: `BlahBlah`- Button in der Toolbar
anklicken
MS Outlook: Taste oder Tasten Befehl+
MS Outlook 97: bei geöffneter Mail: “Datei”
anklicken, dann “Eigenschaften”, dann “Internet”,
dort Anzeige aktivieren
MS Outlook Express: bei geöffneter Mail: “Datei”,
dann “Eigenschaften”, dann “Details”,
oder Tasten STRG + F3
Netscape: “Ansicht”, dann “Seitenquelltext”,
oder STRG + U
Pegasus: Tasten STRG + H
T-Online Mail: Im Menü “Alle Kopfzeilen
anzeigen” auswählen, Sie können auch mit der
Maus in den Text klicken ( RECHTE Maustaste) und dann “Alle
Kopfzeilen anzeigen” auswählen
Spam mit gefälschten Absenderadressen
Seit einigen Wochen rollt
eine neue Spam-Welle:
Als Absender werden vom bislang unbekannten Versender beliebige,
existierende E-Mail-Adressen eingetragen.
Bei den vermeintlichen Absendern quillt das E-Mail-Fach durch
Rückläufer von ungültigen E-Mail-Adressen über;
die erbosten Empfänger machen ihrem Unmut gegenüber
dem vermeintlichen Absender und deren Provider Luft. Die Spam-Versender
operierten bislang vorzugsweise unter erfundenen E-Mail-Adressen,
die Zahl der Meldungen über gefälschte, reale Absenderadressen
oder erfundene Adressen aus existierenden Domains ist aber
in den vergangenen Wochen deutlich angestiegen. Die Opfer
dieses perfiden Vorgehens sind machtlos, der Spam-Angriff
erfolgt aus dem Schutz der Anonymität.
Der Provider Strato hat bereits auf diese Vorfälle
reagiert und weist im Kundenbereich und auf E-Mail-Anfragen
auf diese Vorfälle hin. Derzeit arbeitet das Unternehmen
daran, die so genannte "Catch-All"-Funktion für
ihre Kunden abschaltbar zu machen. Diese Funktion stellt alle
Mails, die an ungültige Adressen innerhalb einer Domain
gerichtet sind, ins Administrator-Postfach dieser Domain zu.
Falls die Spammer zahlreiche Adressen aus dieser Domain verwendet
haben, treffen entsprechend viele Mails ein, die entsorgt
werden müssen. Ein Strato-Sprecher bezeichnete es gegenüber
heise online als "ärgerlich, dass die Spammer ein
unter normalen Umständen beliebtes Feature unbrauchbar
machen".
Strato kündigt zwar an, gegen die Urheber
der E-Mails vorzugehen, das dürfte aber schwierig werden:
Die wirklichen Absender der Mails, die für Potenzmittelchen,
falsche Doktortitel, Online-Glücksspiele und ähnlichen
Schnickschnack werben, sind schwer zu ermitteln. Und solange
der Absender anonym bleibt oder sich in einem Land aufhält,
wo derlei Tun nicht verboten ist, ist ihm nicht beizukommen.
Auszug aus heise-News vom 15.09.2003, den ganzen
Artikel können Sie hier nachlesen :
http://www.heisenews.de/newsticker/data/uma-15.09.03-000/
Zusendung unerbetener Werbemails grundsätzlich rechtswidrig
Das Versenden von Werbemails ohne Zustimmung des
Empfängers ist wettbewerbswidrig. Der Bundesgerichtshof
(BGH) gab der Klage eines Internet-Dienstleisters statt, der
sich gegen einen elektronisch verschickten Werbe-Newsletter
eines Konkurrenten gewandt hatte. Durch die Zusendung von
Mails zu Werbezwecken entstehe "eine Belästigung
für den Empfänger, die dieser nicht hinzunehmen
braucht", heißt es in dem jüngst veröffentlichten
Urteil. Weil diese Versandmöglichkeit schnell und billig
sei, müsse man mit einem "Nachahmungseffekt"
rechnen, so dass diese Werbeart immer weiter um sich greife
und damit zu einer unzumutbaren Belästigung werde, argumentierte
der Wettbewerbssenat. Zwar seien Kosten und Aufwand für
das Löschen einzelner Mails gering. "Diese Beurteilung
fällt jedoch bei einer größeren Anzahl unerbetener
E-Mails ganz anders aus." (Aktenzeichen: I ZR 81/01 vom
11. März 2004)
Allerdings betrifft das Urteil nur Ansprüche
aus dem Wettbewerbsrecht, also vor allem zwischen Konkurrenzunternehmen.
Zu möglichen Klagerechten betroffener Verbraucher ist
hier leider nichts bekannt. Zur Zeit können leider nur
Konkurrenzunternehmen Abmahnen. Der BGH erleichterte den betroffenen
Konkurrenzunternehmen zudem die Durchsetzung von Unterlassungsansprüchen
gegen wettbewerbswidrige Mails erheblich. Nach dem Urteil
trifft den Versender der Mails die volle Beweislast. Damit
müsste er vor Gericht beweisen, dass der Empfänger
sein Einverständnis erteilt hat, um sich gegen den Vorwurf
der Wettbewerbswidrigkeit zu wehren.
Massen-Werbe-Mails können also teuer werden,
auch in Deutschland.
Betrüger klauen Visa-Kreditkartennummern mit gefälschten
Mails
Trickbetrüger versuchen derzeit, an VISA-Kreditkartennummern
zu gelangen. In gefälschten Mails mit englischem Text
fordern sie Kunden auf, ihre Daten zu aktualisieren. VISA
habe aufgrund eines Sicherheitsproblems ein Update eingespielt,
weshalb Kunden nun ihre Daten nochmals eingeben müssten,
heißt es in den Mails.
Die Nachricht stammt auf den ersten Blick von einem
gültigen Absender "Visa-Security", diese ist
jedoch gar nicht registiert. Zudem verrät der Mail-Header,
dass die Mails in Wirklichkeit von Free-Mail-Accounts stammen.
In der Mail ist ein Link angegeben, der angeblich zu www.visa.com
führt. Ein Klick darauf führt dann aber zu einer
gefälschten Seite der Betrüger, auf der man seinen
Namen und seine Kreditkartennummer eingeben soll. Die Seite
ist mittlerweile nicht mehr zu erreichen, laut Postings in
der Mailing-Liste Full-Disclosure hat wohl der Provider die
Seite gesperrt. (24.12.2003)
Quelle: http://www.heise.de/newsticker/data/dab-24.12.03-000/
80% der Spam-Mails kommen von Zombie-Rechnern!
Das kanadische Unternehmen Sandvine, Anbieter von
Lösungen für das Netzwerk-Management, stellt eine
Trend-Analyse vor. Nach Einschätzung des Unternehmens
werden inzwischen 80 Prozent des gesamten Spam von Rechnern
verschickt, die mit Trojanern verseucht sind.
Gemeint sind damit in erster Linie die Rechner
von Endanwendern, die aufgrund der Sicherheitslücken
im Betriebssystem und der Software des Monopolisten Microsoft
für Würmer angreifbar sind. Jeder neuen Wurm-Welle
folgt nach den Erkenntnissen Sandvines eine neue Spam-Flut........................
Quelle/ ganzer Artikel unter: http://www.intern.de/news/5699.html
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